➝ "Bauen in der Friedrichstadt", Ausstellung der Berliner Senatsverwaltung, 1981
Das Projekt lässt die Geschichte des legendären Wintergartens auf mehreren Ebenen neu aufleben. Er hat sich zu einem Stadtfoyer - im Massstab traditioneller Berliner Blöcke - gegliederter Höfe gewandelt. In diesen Höfen oder "Welten" lassen sich vielfältigste, kulturelle Aspekte zur Darstellung bringen.
Wohnen über den Dächern von Berlin
Dachgeschosse
Arbeiten in der eigenen Erlebniswelt
Obergeschosse
Sehen und gesehen werden
Sockelgeschosse
Wintergärten als Erlebiniswelten
Den einzelnen Themen: Medien, Theater, Kunst, Sport, Bildung und Erholung zugeordnet, findet sich ein spezialisiertes Einzelhandels- und Dienstleistungsangebot. Die Höfe resp. "Welten", als Wintergärten ausgebildet, ermöglichen in unserem Klima. lebendige Stadträume, welche wie die Plätze Italiens auf uns wirken: Freiräume zum Flanieren, Treffpunkte, Märkte, Verkauf, Veranstaltungen, "sehen und qesehen werden".
Thematisch speziell ausgerichtete Restaurants, Bars und Kaffees laden zum Verweilen ein. Das Erlebnis beim genussvollen Durchschreiten architektonisch schöner Räume, die Freude am Entdecken unbekannter Zusammenhänge oder noch nie gesehener Gegenstände, die Oase der Ruhe oder die Hektik der Neuigkeiten aus aller Welt sollen den Charakter "DES NEUEN WINTERGARTENS" ausmachen.
Über den ersten zwei Geschossen, die der Öffentlichkeit und dem Verkauf zur Verfügung stehen, schliessen mit zunehmender Geschosszahl privater werdende Nutzungen an: kleinere und mittlere Büros, Ateliers und Praxen. Ein ViersternehoteI mit 300 Zimmern umschliesst die Erholungswelt. Die Integration einer Ausbildungsstätte für Erwachsene oder eines Hochschulinstitutes ist denkbar. Das Dach mit Blick auf Spree und Reichstag ist für das Wohnen reserviert zum Beispiel für Wohnstudios in Verbindung mit den darunterliegenden Büros.
Das Gebäude möchte im klassischen Sinn attraktiv sein, durch seine Dynamik eine optimistische Grundhaltung ausstrahlen und trotz seiner Grosszügigkeit durch seine Differenziertheit in der Ausführung die Massstäblichkeit der Umgebung einhalten.