Emil Rysler, Architekt SIA
Kunde der Übergänge
Lehrstuhl Prof. Heinz Ronner, ETH Zürich, Stiftung zur Förderung des Bauwesens, Zürich; 1986-88
 
Gegenstand des Forschungsprojektes waren die baukonstruktiven Details der Gebäudehülle, die als Uebergänge zwischen den raumumschliessenden Bauteilen (Aussenwand, Decken, Dach) oder als Durchbrüche in diesen Bauteilen (Fenster) entstehen. Sie werden durch zwei Beziehungen beeinflusst: diejenige von Erscheinungsform und Funktion und diejenige von Einzelnem und Ganzem. Für die Beziehung zwischen Einzelnem und Ganzem wird eine Vorstellung - ein Modell - vorgeschlagen, das die konstruktiven Zusammenhänge offenlegt. Das Modell damit soll einen Weg zu dem, sich hinter der unüberschaubar gewordenen Vielfalt möglicher Lösungen gleichsam verbergenden, für die Bauart Wesentlichen weisen. An Stelle des heute üblichen Suchens typischer Lösungen - dem sich der eigenen Analyse der Problemstellung Entziehen - kann so wieder das eigene konstruktive Denken treten. Erst das Bewusstsein der konstruktiven Zusammenhänge befähigt den Architekten von den gegebenen Fakten erfinderisch Gebrauch zu machen und damit den Einfluss konstruktiver Entscheide auf das Bild unserer Bauten - die Beziehung zwischen formalem und technischem Resultat, bzw. zwischen Erscheinungsform und Funktion - zu kontrollieren. Neben den bereits durch Spezialisten kultivierten Material- und Bauteilkunden soll neu eine Kunde der Uebergänge etabliert werden.



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  • ← Reihe „Beiträge zur Baukonstruktion“; Docu-Bulletin, Schweiz. Baudokumentation, 1988-1989
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