Emil Rysler, Architekt SIA - Bauten und Projekte als Architekt selbständiger Architekt



Sanierung von Gebäudehülle und Haustechnik
Paket A: Hauptunterrichtsräume
Beleuchtung, Steuerung




Vorschlag in der Präqualifikation

Künstliche Beleuchtung

Die bestehende Beleuchtung in den Schulzimmern wird ersetzt durch eine hocheffiziente Direkt-/lndirektbeleuchtung und einer Zusatzbeleuchtung für die Wandtafel. Von den Leuchtenkörpern wird ein kleiner Teil des Lichtstromes an die Decke als Indirektbeleuchtung und der grosse Teil nach unten als Arbeitsplatzbeleuchtung gerichtet. Der indirekte Lichtanteil beeinflusst durch die weichverlaufende Deckenaufhellung den Raumeindruck positiv und bewirkt einen hohen, angenehmen Beleuchtungskomfort.

Folgende Vorteile zeichnet diese Beleuchtung aus:
• weiche, angenehme Beleuchtung
• minimale Spiegelungen
• kaum störende Glanzeffekte auf der Arbeitsfläche
• zukunftstauglicher Arbeitsplatz, keine Spiegelungen an Bildschirmen

Die Beleuchtung kann manuell ein- und ausgeschaltet werden. Zusätzliche Präsenzmelder schalten die Beleuchtung bei leeren Klassenzimmern automatisch aus. Eine Lichtregelung sorgt für die optimale Beleuchtungsstärke auf der Arbeitsfläche und schaltet bei genügend Fremdlicht (Sonne) unauffällig aus. Es wird nur soviel Licht, d. h. soviel Energie verbraucht, wie vom Benutzer gefordert ist. Bis zu 70 % Energieeinsparung lassen sich durch Berücksichtigung der Fremdlichtanteile (Sonne) und durch präsenzabhängiges Schalten realisieren.

Die Wandtafelbeleuchtung verhindert Reflexionen durch Fremdlicht (Sonne). Ein ent-spanntes Lesen ab der Wandtafel ist von allen Positionen im Schulzimmer möglich. Trotz genügender Grundbeleuchtung musste bisher die gesamte Schulzimmerbeleuchtung eingeschaltet werden, um allfälligen Reflexionen entgegen zu wirken. Nun kann die Wandtafelbeleuchtung einzel ein- und ausgeschaltet werden. Dadurch ergeben sich zusätzliche Energieeinsparungen.


Natürliche Beleuchtung, Storen

• Sonnenschutz nur auf Südseite
• Sonnenstoren mit absolutem Blendschutz und gleichzeitiger Tageslichtoptimierung (Bildschirmarbeit)
• Sonnenstoren mit elektrischem Antrieb (Storen sind bei manuellem Antrieb störanfällig und verursachen bei unsachgemässer Handhabung teure Reparaturen)
• Storenautomatik (Zentralbedienung durch Abwart, der Storenautomatik übergeordnet)
• Windautomatik (bei starkem Wind gehen Storen automatisch hoch)
• Sonnenautomatik (automatische Storenbetätigung je nach Sonneneinstrahlung)
• Wärmeschutzautomatik (Storen werden nachts als zusätzlicher Wärmeschutz heruntergelassen)


Steuerung

• Autonome Kleinsteuerungen

Die zentrale Lüftungsanlage und die Heizungsverteilung erhalten einfache, autonome Steuerungen vor Ort. Die Beleuchtungssteuerung erfolgt mittels eines Tasters pro Schaltgruppe. Mit diesem wird das Licht eingeschaltet, gedimmt und ausgeschaltet. Automatisch wird nur tageslichtabhängig reguliert und ausgeschaltet. Zusätzlich wird die Wandtafelbeleuchtung über den Präsenzmelder ausgeschaltet. Der Benutzer kann jederzeit das Licht seinen Bedürfnissen anpassen. Dasselbe gilt für die Storensteuerung, damit zu jeder Zeit verdunkelt werden kann. Die Zuluftklappe des Schulzimmers ist direkt mit dem Bewegungsmelder verbunden.

• BUS-Lösung über 230 Volt-Netz

Zum Schutz der Storen und zur Entlastung des Hauswarts erfolgt eine zusätzliche zentrale Steuerung, so dass die Stellung der Storen dem Wetter angepasst werden kann. Für die zentrale Steuerung ist desshalb eine BUS-Leitung von Schulzimmer zu Schulzimmer unabdingbar.

• Raumtemperatur nach Stundenplan

Auf demselben BUS wird auch zentral die Raumtemperatur der Klassenzimmer gesteuert. Auf einem zentralen Bediengerät werden die Belegzeiten der einzelnen Räume eingegeben.





© Rysler - 8.3.2004