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Pharma-Fabrikations-, Verwaltungs- und Lagergebäude, Aesch
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Das Grundstück bildet den Abschluss des von grossvolumigen Bauten bestimmten, auf dem Schwemmvorland der Birs gelegenen Gewerbegebiets. Mit einer Seite grenzt es an ein Wohnquartier, überbaut mit freistehenden, kleinmassstäblichen Einfamilienhäusern. Die dritte Seite stösst an den bewaldeten Einschnitt der Birs und einen beliebten Wanderweg. Aus der Lage zwischen den verschiedenen Parzellierungsstrukturen entstand die besondere Form der Parzelle. Hier, in Nachbarschaft zur bestehenden Fabrik, war deren zukünftige Erweiterung zu planen. Das Projekt besteht aus drei Nutzungsgruppen: Hochregallager, Produktions- und Büroteil. Jeder dieser Teile dient der bestehenden Fabrik, bildet mit den anderen Teilen den Anfang eines neuen Ganzen und soll je nach Bedarf separat erweiterbar bleiben. |
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Die verschiedenen Teile bleiben im Entwurf sichtbar. Von einem nach der maximalen Grösse des Hochregallagers und dem Ort der Anlieferung bestimmten Nullpunkt aus entwickeln sie sich -unter Ausnutzung des erlaubten Volumens- separat nach den beiden Schmalseiten des Grundstücks hin. Das Bürogebäude ist dabei dem Wohngebiet und das Produktionsgebäude dem Gewerbegebiet zugeordnet. Im verbleibenden Spickel zwischen Bürogebäude und Hochregallager sind die Personalräume und Garderoben für den Neubau untergebracht. |
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Das Gebäude ist nach den Regeln des Good-Manufacturing-Practice (GMP) - Konzepts in Zonen verschiedener Reiheitsgrade unterteilt, die gegenseitig nur durch Schleusen betretbar sind. Nach Klärung der heutigen Produktionsabläufe und der Bedürfnisse musste für die Produktion sowohl eine möglichst allgemeine bauliche Formulierung für einen möglichen Vollausbau, wie auch eine präzise, auf die im Moment gegebenen Produktionsabläufe zugeschnittene Lösung gefunden werden. Einzelne Teile, wie z. B. die zentrale Wägestation, mussten in Zusammenarbeit mit einem Logistik-Spezialisten neu erfunden werden. Für die eigentlichen Produktionsräume hoher Reinheit wurde ein Konzept entwickelt, das verschiedene bauliche Hüllen thematisiert. Innerhalb der Gebäudehülle wird eine Hülle um den Produktionsraum errichtet. Sie besteht aus rahmenlos auf die Unterkonstruktion geklebten Glasplatten mit flächenbündigen Fugen. Es gibt keine Vorsprünge und Kanten, auf denen sich Staub ablagern könnte. Die Wände sind einfach abspritzbar. Transparente und opake Glasflächen ermöglichen Einblicke oder schliessen sie aus. Die Fenster der Fassade öffnen nach aussen. Sie können vom Beschattungs- und Fluchtbalkon aus unabhängig von den Produktionsgegebenheiten gereinigt werden. |
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Die für einen hochinstallierten Produktionsbetrieb mit relativ grosser Änderunsrate relativ geringen Geschosshöhen waren das Resultat einer Optimierung zwischen der zur Verfügung stehenden Gebäudehöhe und einer möglichst grossen Ausnutzung. Als Tragstruktur wurde darum eine Flachdecke mit quer zum Gebäude verlaufenden Unterzügen gewählt. Die entstehen den Deckenfelder werden durch eine Doppelwand entlang der Mittelstützen einzeln angespiesen. In der Doppelwand können grössere Apparaturen plaziert werden oder auch allfällig Überkreuzungen stattfinden. Ein Haupterschliessungskanal auf dem Dach verbindet die Doppelwand mit den dortigen Technikräumen. Im Projekt zeichnet sich die Lösung all dieser in sich komplexen und untereinander verknüpften Teilprobleme auf allen Ebenen des Entwurfes - von der städtebaulichen Problemstellung bis zu Betriebsplanung - nach aussen hin ab. Im Sinne einer Assemblage soll dabei die Entwicklung aller Teile zu einer neuen Einheit ermöglicht werden, ohne dabei das Fragmentarische zu unterdrücken. Gemeinsame Elemente - wie ein alles verbindender Sockel, der das Überfluten der tiefergelegenen Räume durch die gelegentlichen Birs-Hochwasser verhindern soll - vermitteln den Massstab des Ganzen. |
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Emil Rysler 1987 |
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© Rysler -
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