Innovationszentrum Nordwestschweiz
Geometrische Ordnung von Tragstruktur, Medien, Detail und Bild

Gewerbestrasse, Allschwil - 1989-1991



Nutzungsgruppierung und Tragstruktur bilden sich nach aussen ab. Am unmittelbarsten geschieht dies bei den Stützen. Die Fassadenverkleidung ergänzt die Viertel-, Halb- oder Dreiviertel-Fassadenstützen zum vollen quadratischen Querschnitt der Innenstützen. Innen- und Aussenecken bewirken damit keinen Bruch in der Grundriss-Geometrie. Der innere Teil der Stütze entspricht in seinen Abmessung dem des Deckfelds, das er trägt. Der äussere Teil ermöglicht die Unterbringung der technischen Einrichtungen der Fassade im vergrösserten Hinterlüftungsraum.


Die Installationsstrukturen sind mit der gleichen sinnfälligen Einfachheit wie die Tragstruktur aufgebaut und in deren Raumgitter integriert. Jeweils zwischen zwei Erschliessungskernen mit den Steigschächten sind im Untergeschoss und auf dem Dach Lüftungszentralen angeordnet. Der verbleibende Raum in der Gebäudemitte dient der Heizung. Die horizontale Verteilung zu und ab den Steigschächten erfolgt an der Decke der Gangzone entlang den Erschliessungskernen.

3. - 5. Obergeschoss: Büro
1. - 2. Obergeschoss: Büro, Gewerbe
Erdgeschoss: Läden, Gewerbe
1. Untergeschoss: Gewerbe, Besucher
2. Untergeschoss: Einstellhalle

Ziel des Entwurfs war es, die Einfachheit eines Gewerbebaus mit der Repräsentanz eines Bürogebäudes zu verbinden, eine Art selbstverständlicher Grösse zu erzeugen, die dem Gebäude durch seine Lage in der Mitte des Quartiers und durch seine Abmessungen zukommt. Auch sollten für die Leute, die darin einen grossen Teil ihrer Zeit verbringen angenehme Verhältnisse geschaffen werden.

Emil Rysler 1990



© Rysler - 22.2.2008